Ebersberg

Spendenübergabe der Organisatorinnen des „Pöringer Weihnachtsstandls“.

Die Spende 1.500 Euro wird für 3 Patenschaften für bedürftige Senioren verwendet, die 1 Jahr lang monatlich 35 Euro als zusätzliche finanzielle Hilfe erhalten, z.B. für Fußpflege, Medikamente, MVV ...
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Spenderinnen.

Die Personen auf dem Bild von links nach rechts: Sophie Zirngibl, Hannelore Schmid, Hr. Specht, Fr. Pfeifer-Ritzmann, Hanni Perfler, Monika Kanczer, Margret Höger

 

Spende der Motorradfreunde Grafing

Spendenübergabe der Motorradfreunde Grafing 3.000 Euro für bedürftige Senioren

 

Scheck über 5000 Euro des Rotary Clubs

Einen Scheck über 5000 Euro haben Mitglieder des Rotary Clubs München Ost Landrat Robert Niedergesäß (2.v.l.) für das Projekt „Fördern und Helfen“ überreicht. Karsten Sensen, Olaf Marx und Rolf Koch sind dazu ins Landratsamt gekommen. Der Landrat bedankte sich und stellte heraus, dass die Spenden an „Fördern und Helfen“ direkt bei denen ankommen, die Unterstützung brauchen. LRA
muenchnermerkur/12636/ 23.12.2016

 

Hilfe gegen die Altersarmut - 5.000 Euro Spende der Käfer-Stiftung

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Spenden gegen die Altersarmut

Landrat will Projekt „Fördern und helfen“für Senioren öffnen Landkreis – Weil auch im relativ reichen Landkreis Ebersberg die Anzahl der älteren Menschen steigt, die auf zusätzliche finanzielle Unterstützung angewiesen sind, will Landrat Robert Niedergesäß das Spendenprojekt für Familien „Fördern und helfen“ jetzt auch für Senioren öffnen.

„Wenn Senioren in eine Notlage geraten, weil beispielsweise Extraausgaben notwendig werden – etwa für eine neue Brille, für Zahnersatz oder ein neues Hörgerät etc., dann muss es eine Möglichkeit geben, sie schnell und unbürokratisch zu unterstützen“, sagt Niedergesäß.

In den Jahren 2007 bis 2014 sei die Zahl der Menschen, die die sogenannte Grundsicherung im Alter beziehen, kontinuierlich von 253 auf 364 pro Jahr gestiegen. Reicht diese Unterstützung nicht aus, gebe es derzeit im Landkreis kaum Möglichkeiten finanzielle Hilfe zu erhalten. „Wir müssen deshalb schnell und aktiv für die Senioren im Landkreis Unterstützungsmöglichkeiten schaffen. Die Erweiterung von „Fördern und helfen“ ist ein erster Schritt“, erklärt der Landrat.

Besonders häufig erhalten Frauen die Grundsicherung im Alter. Sie haben öfter geringere Rentenansprüche und unterbrochene Erwerbsbiografien. Wie im Demographie-Konzept für den Landkreis zu lesen steht, wird die Zahl der älteren Menschen zunehmen, die auf einen Zuverdienst zu ihrer Rente angewiesen sind. Zudem gibt es schon jetzt eine unbekannte Anzahl von Senioren, die sich aus Scham, Unkenntnis, falschem Stolz oder anderen Gründen nicht an staatliche Stellen wenden, obwohl sie eigentlich Hilfe bräuchten.

„Vielleicht können wir über das Spendenprojekt solche Menschen in geeignete Hilfesysteme oder Netzwerke eingliedern“, hofft Stefanie Geisler, Leiterin der Abteilung „Soziales, Bildung“ im Landratsamt. „Neben der Unterstützung bei besonderen Ausgaben, wäre es sicher auch sehr hilfreich, wenn wir die Teilnahme bedürftiger Senioren am gesellschaftlichen Leben fördern könnten, beispielsweise einen Kurs an der Vhs oder einen Theaterbesuch“, so Geisler. Start für die Projekterweiterung ist noch in diesem Herbst.

Kursdossier Alterarmut PDF

 

Schnell und unbürokratisch

Der Landkreis weitet das Familien-Spendenprojekt „Fördern und Helfen“ auf bedürftige Senioren aus

Ebersberg – Weil auch im Landkreis Ebersberg die Anzahl der älteren Menschen steigt, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, will Landrat Robert Niedergesäß (CSU) das Spendenprojekt für Familien „Fördern und helfen“ für Senioren öffnen. „Wenn Senioren in eine Notlage geraten, weil beispielsweise Extraausgaben notwendig werden – etwa für eine neue Brille, für Zahnersatz oder ein neues Hörgerät, dann muss es eine Möglichkeit geben, sie schnell und unbürokratisch zu unterstützen“, so Niedergesäß.

In den Jahren 2007 bis 2014 ist die Zahl der Menschen, die die sogenannte Grundsicherung im Alter beziehen, kontinuierlich von 253 auf 364 pro Jahr gestiegen. Reicht das Geld nicht aus, weil ungeplante Ausgaben notwendig werden, gibt es derzeit im Landkreis wenig Möglichkeiten, finanzielle Hilfe zu erhalten. Die Erweiterung von „Fördern und helfen“ sei hierzu ein erster Schritt, sagt Niedergesäß.

Besonders häufig erhalten Frauen die Grundsicherung im Alter. Sie haben öfter geringere Rentenansprüche und unterbrochene Erwerbsbiografien. Dem Demografie-Konzept des Landkreises zufolge wird die Zahl der älteren Menschen zunehmen, die auf einen Zuverdienst zu ihrer Rente angewiesen sind. Zudem, so der Landrat, gebe es schon jetzt eine unbekannte Anzahl von Senioren, die sich aus Scham, Unkenntnis, falschem Stolz oder anderen Gründen nicht an staatliche Stellen wandten, obwohl sie eigentlich Hilfe bräuchten. „Vielleicht können wir über das Spendenprojekt solche Menschen in geeignete Hilfesysteme oder Netzwerke eingliedern“, sagt Stefanie Geisler, Leiterin der Abteilung „Soziales, Bildung“ im Landratsamt. Auch soll die Teilnahme bedürftiger Senioren am gesellschaftlichen Leben gefördert werden, beispielsweise mit einem Kurs an der VHS oder einem Theaterbesuch, so Geisler.

Noch in diesem Herbst soll „Fördern und Helfen“, das bislang in erster Linie Familien mit Schulkindern unterstützt hat, auf Senioren ausgeweitet werden. Niedergesäß: „Wir dürfen die Generation, die unser Land in der Nachkriegszeit aufgebaut hat, nicht im Regen stehen lassen.“ Gerade Frauen, die sich um die Familie gekümmert haben und für die die Sozialsysteme noch nicht ausgebaut waren, bräuchten Solidarität. Die „Clarissa und Michael Käfer Stiftung“, die sich auch für ältere Menschen einsetzt, habe bereits eine erste Spende zugesagt. SZ

Im Landkreis Ebersberg steigt die Zahl der Rentner, die auf Grundsicherung im Alter, eine Art Hartz IV für Senioren, angewiesen sind.

Foto:Catherina Hess
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Samstag, den 17. September 2016, Seite 7 Artikeltextausgabe Seite 1 von 1 http://epaper.sueddeutsche.de/digiPaper/servlet/articlepageservlet?page=548864&text